Kritik an Überwachungsplänen des Bundes

19. Juli 2010

Die vom Bund angekündigte komplette Überwachung des Internetverkehrs geht zu Lasten der Schweizer Service Provider, wie Netstream-CEO Alexis Caceda kritisiert.


Am vergangenen Freitag wurde bekannt, dass der Bund in den nächsten Monaten die Funktion der Realtime-Überwachung mit jedem Fernmeldeanbieter testen will (Swiss IT Magazine berichtete). Die Anbieter müssen künftig jederzeit Überwachungen von Sprach- und E-Mail-Diensten durchführen können. Die dazu notwendige Technologie müssen sie allerdings selber bezahlen.
Nun stossen die Pläne des Bundes auf Widerstand. "Der Bund zwingt jeden KMU-Anbieter, Kosten von mindestens CHF 200'000 auf sich zu nehmen, um die geforderten Schnittstellen bauen zu können. Und das obwohl heute bereits der Grossteil aller Anfragen zur Telekommunikationsüberwachung an einen, die Swisscom, gehen", kritisiert Alexis Caceda (Bild), CEO des Telekom-Anbieters Netstream. Das sei wie wenn die Polizei die Restaurantbesitzer dazu zwingen würde, ihre Lokale mit Kameras auszustatten, damit die Ordnungshüter ihre Arbeit machen können, so Caceda: "Die Privatwirschaft ist doch nicht auf eigene Kosten der verlängerte Arm des Gesetzes." Die notwendigen Investitionen seien durch die Polizei zu tragen, da die Überwachung schliesslich der Kriminalitätsbekämpfung diene.
(Alina Huber)
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Kommentar 3: Martin Glogger (nicht reg.) vom 25.07.10 21:03
Der weitverbreitete Irrglaube =«Es werden ja nur Verdächtige und Böse überwacht»= ist eine schlimme Täuschung: Es werden FLÄCHENDECKEND bis ins hinterste Bergdorf von SÄMTLICHEN LEUTEN (nicht nur Böse) ALLE Briefe, Mails, jede einzelne angewählte Internet-Seite und ALLE Telefongespräche abgehört und auch noch AUFGEZEICHNET. Der Internet- Provider macht das als Vasall und Marionette der berner Beamtenställe und archiviert alles, früher offiziell 6 Monate, neu 12 Monate, in Tat und Wahrheit wirds NIE mehr gelöscht! - Wenn Sie dann von einem paranoiden Beamtenhirn oder Richterpack irgendwann als sog. -verdächtig- bezeichnet werden, wird RÜCKWIRKEND alle zuvor abgehörten Daten hervorgeholt und gegen Sie verwendet. Das ganze Volk gilt für die Beamten als potentielle Verbrecher und ALLE, vom Schulkind bis zur Grossmutter, deshalb abgehört werden. Sie BEZAHLEN sogar noch selber dafür. Datenschutz? Briefgeheimnis? - alles bloss Show für die Dummen! Merke: Niemals eine Mailadresse bei einem schweizer Provider und nie und nimmer das Hosting einer Webseite bei einem schweizer Anbieter, sondern bei SERIÖSEN Firmen im fernen Ausland, jene welche nicht die eigenen Kunden verraten, abhorchen und bespitzeln. Es werden ALLE abgehört, welche sich nicht dagegen schützen oder gemeint und gedacht haben.... und ähhh.... Und es werden auch Staatswanzen eingesetzt, heimlich auf Ihrem Computer wird gewühlt und alles wird kopiert. Und glaube niemals einem Politiker, es sind elende Verräter am Stimmvolk und an den Bürgern - Parlament.ch = Plutokratie Schweiz
Kommentar 2: Nina Hunkeler (nicht reg.) vom 20.07.10 19:46
Lieber Herr Alexis Caceda, es ehrt Sie und ich danke Ihnen sehr, dass Sie bzw Netstream offenbar als Einzige! den Berner Beamten trotzen - von allen anderen ISPs hört man nichts, Stink in den Hosen, SmallTalk mit den Schergen, das jämmerliche Kuschen vor dem Beamten! - Leider wird nur diskutiert, WER die 200000. Kosten pro Provider (x 650 = 130 Millonen CHF) um die paranoiden Amtsstuben zu erfreuen zahlen soll, für IT-Huren, Informatiker welche sich den Beamten prostituieren. Wie hier in einem anderen Leserbrief Kupferschmid erwähnt, denkt eiskalt kein Provider an den ungeheuerlichen Verrat der eigenen Kundschaft. Datenschutz mit Füssen getreten, Privacy verraten und verkauft! Pfui, solche Provider sind Vasallen des Regimes, devote Knechte Hilfspolizeier. Können Sie Ihren Kunden noch in die Augen schauen ? - Schämen Sie sich denn nicht ? Und den schweizer Datenschutzbeauftragten sollte man als Erstes zum Teufel schicke, Verlogenheit pur. Dass man von den sog. Volksvertretern nichts erwarten kann ist eh klar, die Knechte [Beamte] sind mächtiger als die Herren.
Kommentar 1: Kupferschmid(nicht reg.) vom 19.07.10 23:11
Leider haben die 650 Schweizer Povider weder Anstand, geschweige denn Rückgrat, noch etwas Füdli: -Es genügt wenn die Provider die eigenen zahlenden Kunden höher achten als die arroganten Beamten-Sippen. Kunden, wovon die Provider ihre Manager-Löhne und Aktionärs-Gewinne abzocken, VERRATEN die Provider technokratisch gewissenlos ! Das ist doch die wirkliche Schande. -Wenn 650 Provider ganz einfach NEIN sagen zu den saufrechen Beamten-Rotten, können diese nicht alle strafen - die Beamten fahren so gegen die Wand. Es erstaunt auch, dass SP, SVP und sämtliche Volksvertreter GEMEINSAM GEGEN DAS EIGENE VOLK wurschten. Irgendwann wird sich das Verhalten der Provider ihren Kunden gegenüber rächen, spätestens dann, wenn man CH-Provider nicht mehr braucht weil Internet zB via Satellit zugreifbar wird. DANN KÜNDIGE ICH UMGEHEND! Ich wünsche allen schweizer Providern den Bankrott.

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