Die Global Technology Industry Association (GTIA), eine internationale Branchenorganisation für den IT-Channel, sieht den Markt in der DACH-Region in einer Phase der strategischen Neuausrichtung. Laut dem State of the Channel Report 2026 bezeichnen sich 31 Prozent der befragten IT-Dienstleister als KI-getrieben. Das sei der höchste Anteil unter allen untersuchten Regionen.
Die Studie basiert auf einer Online-Umfrage unter 130 Channel-Experten aus der DACH-Region, die im Dezember 2025 durchgeführt wurde. Laut GTIA entwickelt sich KI zunehmend von einem Experimentierfeld zu einem festen Bestandteil von Geschäftsmodellen, Kundenangeboten und operativen Abläufen.
Gleichzeitig bewerten viele Befragte die Rolle des IT-Channels weiterhin als stabil. Nur noch 2 Prozent sehen einen Bedeutungsverlust des Channels. 2023 lag dieser Wert laut GTIA noch bei 15 Prozent. Während 48 Prozent den Channel als "relevant und stabil" einstufen, sehen 49 Prozent ihn als "relevant und im Umbruch".
Auch beim erwarteten Umsatzwachstum gewinnt KI an Bedeutung. 41 Prozent der Befragten rechnen damit, dass KI- und Cybersecurity-Services in den kommenden zwei Jahren die wichtigsten Wachstumskategorien sein werden. Rund ein Viertel erwartet dabei besonders starke Zuwächse bei KI-Dienstleistungen.
Neben KI bleibt laut der Studie die steigende technologische Komplexität ein zentraler Treiber für die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen. Gleichzeitig nennen viele Unternehmen externe Faktoren und wirtschaftliche Unsicherheiten wie Inflation, Zinssätze und die globale Wirtschaftslage als Herausforderungen.
(mw)