Das Deutsche Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), Entwickler der Open Source Office Suite und Microsoft-365-Alternative OpenDesk, startet mit einem eigenen Partnerprogramm. Seit dem Launch im Herbst 2024 sei das Interesse ungebrochen hoch. Das gilt auch für die Schweiz – so evaluiert der Bund etwa, ob man sich mit dem Einsatz von OpenDesk in Zukunft vom Microsoft-Lock-in lossagen könnte.
Um diesen steigenden Bedarf bedienen zu können, gehe man nun neue Wege, wie ZenDiS bekanntgibt. Mithilfe des Partnerprogramms sollen fortan auch privatwirtschaftliche Cloud-Service-Provider und IT-Dienstleister eigene OpenDesk-Enterprise-Angebote anbieten können. Nun soll ein Netzwerk aus Betriebs-, Vertriebs- und Implementierungspartnern aufgebaut werden. Dafür wurden drei entsprechende Status im Programm definiert.
VADs sollen als "Official Distributor" Cloud-Provider und IT-Dienstleister mit OpenDesk-Subskriptionen versorgen und die entstehende Reseller-Landschaft rund um OpenDesk betreuen. Als Voraussetzung für die Autorisierung durch ZenDiS wird Erfahrung mit Open-Source-Lösungen genannt. Für Cloud-Service-Provider gibt es den Status "Approved Sovereign Service Provider", dabei gelten "strikte Anforderungen an Sicherheit und Souveränität", so
Zendis. Die Rolle der Dienstleister im Programm ist derweil der "Approved System Integrator", auch hier wird Open-Source- und dazu Kubernetes-Expertise vorausgesetzt.
Wichtiges Detail für die Schweiz: Dienstleister, Reseller und souveräne Cloud-Provider können regulär am Programm teilnehmen. Anstelle der im Anforderungskatalog definierten Zertifikate, die es nur in Deutschland gibt, können Schweizer Provider sich auch mit gleichwertigen Schweizer Zertifizierungen bewerben.
Wie und ob Schweizer Distributoren als Partner einsteigen können, wird derzeit noch abgeklärt, wie das
Zendis auf Anfrage sagt. Weitere Informationen zur Situation mit der Schweizer Disti-Landschaft sollen in absehbarer Zeit folgen.
Reseller, die die genannten Bedingungen nicht erfüllen, können übrigens trotzdem OpenDesk-Angebote aufbauen. Dies über die oben genannten autorisierten Distis, hierfür ist entsprechend keine Autorisierung durch das ZenDiS nötig. Ausserdem sollen in den kommenden Wochen weitere Partnerkategorien erarbeitet und lanciert werden, beispielsweise für Consulting-Partner.
Auf dieser Website können sich interessierte Reseller und Cloud Provider bewerben, das Zulassungsverfahren des ZenDiS läuft ab sofort.
(win)