Der KI-Entwickler
Anthropic hat 2025 einen Nettoverlust von rund 42 Milliarden US-Dollar verbucht. Dies geht aus dem Börsenprospekt hervor, der Reuters
vorliegt. Der Verlust ist allerdings zu einem grossen Teil auf buchhalterische Effekte zurückzuführen: Rund 34 Milliarden Dollar entfallen auf die Neubewertung früherer Finanzierungen. Der operative Verlust lag bei über 8 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig konnte der OpenAI-Konkurrent seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr verzwölffachen und erwirtschaftete knapp 4,6 Milliarden Dollar. Die Kosten für Rechenleistung und Infrastruktur verdreifachten sich allerdings auf 7,33 Milliarden Dollar und machten damit mehr als die Hälfte der operativen Gesamtausgaben von 12,65 Milliarden Dollar aus.
Auch künftig rechnet Anthropic mit enormen Kosten. Laut Börsenprospekt belaufen sich die Verpflichtungen für Cloud-, Rechen- und Infrastrukturleistungen in den kommenden Jahren auf insgesamt 518 Milliarden Dollar. Ende 2025 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und kurzfristige Anlagen von rund 20,3 Milliarden Dollar.
Trotz der hohen Verluste strebt Anthropic einen Börsengang mit einer möglichen Bewertung von über zwei Billionen Dollar an. Laut Reuters dürfte dieser nach den US-Zwischenwahlen im November stattfinden. Anthropic lehnte eine Stellungnahme ab.
(sta)