Der weltweite Absatz von Premium-TVs soll 2027 gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent wachsen. Dies geht aus einer aktuellen Prognose des Marktforschungsunternehmens
Omdia hervor. Als Premiumgeräte gelten dabei Fernseher mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von mehr als 1000 US-Dollar. Der gesamte TV-Markt wird im selben Zeitraum hingegen voraussichtlich um 1 Prozent schrumpfen.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die steigenden Komponentenkosten und die anhaltende Speicherknappheit. Insbesondere bei günstigen Fernsehern geraten dadurch die Margen unter Druck. Bei einem 65-Zoll-LCD-Fernseher mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 300 Dollar können bereits wenige Dollar zusätzliche Speicherkosten die Rentabilität beeinträchtigen oder Preiserhöhungen erforderlich machen. Hochpreisige Modelle bieten den Herstellern dagegen mehr Spielraum, um solche Mehrkosten aufzufangen. Entsprechend konzentrieren führende Marken ihre verfügbaren Komponenten zunehmend auf Premiumgeräte.
Unterstützt wird diese Entwicklung durch neue Displaytechnologien. Insbesondere RGB-LED-Hintergrundbeleuchtung ermöglicht Verbesserungen bei Farbdarstellung, lokaler Helligkeitssteuerung und Spitzenhelligkeit. Laut Omdia sollen TVs mit dieser Technologie bis 2030 bereits 49 Prozent des weltweiten Umsatzes im Premiumsegment ausmachen. Auf LCD-Geräte mit konventioneller Hintergrundbeleuchtung sollen dann lediglich noch 2 Prozent entfallen.
(sta)