Der durchschnittliche Verkaufspreis von High Bandwidth Memory (HBM) dürfte 2027 mehr als doppelt so hoch ausfallen wie 2026. Wie die Marktforscher von
Trendforce schreiben, soll er gegenüber dem Vorjahr um 121 Prozent steigen. Als Gründe nennen die Analysten die hohe Nachfrage nach KI-Servern und begrenzte Kapazitäten bei der Speicherproduktion.
Hinzu kommt der wachsende Anteil des teureren HBM4. Bei der nächsten Generation HBM4e soll die Produktion ab der zweiten Jahreshälfte 2027 schrittweise steigen. Bis die Hersteller bei den neuen Speicherprodukten höhere Ausbeuten erreichen, dürfte das Angebot knapp bleiben.
Auf die knappe Versorgung reagieren Hersteller von Grafikprozessoren und spezialisierten KI-Chips laut den Analysten mit Anpassungen bei der Speicherausstattung. Statt 12-Hi-Modulen prüfen sie vermehrt 8-Hi-Varianten mit acht statt zwölf übereinandergestapelten DRAM-Schichten. Dafür sind pro HBM-Stapel weniger Speicherchips nötig, sodass sich mit derselben produzierten Speichermenge mehr GPUs ausstatten lassen.
(dow)