Der globale Markt für 3D-Drucker hat im zweiten Quartal 2026 deutlich zugelegt. Gemäss Zahlen der Marktforscher von Context stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 31 Prozent. In drei von vier untersuchten Preisklassen wurden zudem mehr Geräte ausgeliefert als ein Jahr zuvor.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit industriellen 3D-Druckern, die mehr als 100'000 Dollar kosten. Hier stiegen die Stückzahlen um 25 Prozent und die Umsätze um 40 Prozent. Damit verzeichnete das Segment bereits das vierte Quartal in Folge ein Wachstum. Treiber sind laut Context insbesondere Investitionen in der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie sowie der Elektronikfertigung. Bei industriellen Metalldruckern legten die Auslieferungen um 36 Prozent und die Umsätze um 51 Prozent zu.
Auch das Geschäft mit günstigen 3D-Druckern für weniger als 2500 Dollar entwickelte sich positiv. Die Auslieferungen nahmen im zweiten Quartal um 23 Prozent zu, die Umsätze stiegen um 36 Prozent. Auf dieses Segment entfielen über die vergangenen zwölf Monate bereits 49 Prozent des weltweiten Hardwareumsatzes mit 3D-Druckern. Industrielle Systeme kamen auf einen Anteil von 41 Prozent.
Den Markt für Einstiegsgeräte dominieren chinesische Hersteller. Bambu Lab, Creality, Elegoo und Anycubic vereinten im zweiten Quartal 87 Prozent der weltweiten Auslieferungen in diesem Segment auf sich. Allerdings sieht Context erste Anzeichen einer möglichen Marktsättigung, da die stark steigenden chinesischen Exporte zunehmend auf einen intensiven Preiswettbewerb treffen würden.
Weniger erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit professionellen 3D-Druckern zwischen 2500 und 20'000 Dollar – der Midrange-Bereich. Hier gingen die Stückzahlen um 13 Prozent und die Umsätze um 24 Prozent zurück. Im mittleren Preissegment zwischen 20'000 und 100'000 Dollar stiegen die Auslieferungen dagegen um 8 Prozent und die Umsätze um 3 Prozent.
(mw)