Der bis anhin hauptsächlich im Bereich Chip-Design tätige Arm-Konzern hat einen Strategiewechsel vollzogen und ist in die CPU-Produktion eingestiegen. Der erste Prozessor trägt die Bezeichnung
ARM AGI CPU, wird auf der hauseigenen Neoverse-Plattform gefertigt und soll die nächste Generation der KI-Infrastruktur befeuern.
Wie Arm mitteilt, wurde jedes Element des Prozessors – von der Taktfrequenz, über den Speicher bis hin zur I/O-Architektur – speziell für parallele, hochleistungsfähige Workloads in einer dichten Rack-Umgebung entwickelt. Der Prozessor verfügt über 136 Kerne mit maximalen Taktfrequenzen von 3,7 GHz und 2 MB L2-Cache pro Core.
Als Referenz-Serverkonfiguration nennt der Hersteller ein 10U-Design mit zwei Knoten, das zwei Chips mit dedizierten Speicher- und I/O-Komponenten sowie insgesamt 272 Kernen pro Blade umfasst. In einem luftgekühlten 36-kW-Rack sollen 30 Blades mit total 8160 Cores Platz finden. Pro Rack soll so eine doppelt so hohe Performance resultieren, wie dies mit den aktuellsten x86-Systemen möglich sei, lässt
ARM verlauten.
Die neue Arm-CPU wurde in Zusammenarbeit mit dem Social-Media-Riesen Meta entwickelt. Als weitere Partner werden unter anderem die Unternehmen Cloudflare, OpenAI oder SAP genannt. Erste Systeme sind bereits verfügbar und können bei ASRockRack, Lenovo oder Supermicro bestellt werden.
(rd)