SAP will den US-amerikanischen Softwareanbieter Reltio übernehmen. Beide Unternehmen haben einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Reltio entwickelt eine Master Data Management (MDM)-Software, die Unternehmensdaten verwaltet, bereinigt und synchronisiert. Nach Abschluss der Übernahme soll die Technologie die SAP Business Data Cloud (SAP BDC) stärken, ein integraler Bestandteil der KI-Strategie von
SAP. Ziel ist es laut dem Konzern, Kunden die Werkzeuge an die Hand zu geben, um Daten aus verschiedenen Quellen zu vereinheitlichen und zu harmonisieren, um eine unternehmensweite agentische KI zu ermöglichen.
"Reltio ist eine natürliche Ergänzung für SAP", sagte Muhammad Alam, Vorstandsmitglied der SAP SE für Product & Engineering. "Die Übernahme wird unsere Position als führender Business-AI-Anbieter weiter verbessern, indem sie uns ermöglicht, SAP- und Nicht-SAP-Daten miteinander zu kombinieren, um so den Datenkontext zu liefern, den hochqualitative Business-AI benötigt. Künstliche Intelligenz kann ihr volles Potenzial nicht erreichen, wenn Daten über Geschäftsbereiche, Plattformen und Domänen hinweg verteilt sind, ohne Verbindung zueinander oder ohne den notwendigen Kontext."
SAP rechnet mit Abschluss der Transaktion im zweiten oder dritten Quartal 2026, vorbehaltlich üblicher Vollzugsbedingungen, einschliesslich behördlicher Genehmigungen. Finanzielle Details zur Übernahme haben die beiden Unternehmen nicht bekanntgegeben.
Reltio wurde 2011 von Manish Sood gegründet. Mit Blick auf die Übernahme betont er in einem Blog-Beitrag: "Die Zusammenarbeit mit SAP bietet uns eine hervorragende Gelegenheit, unsere Mission voranzutreiben. Unternehmens-KI benötigt verlässliche Kontextdaten, die offen und über die heterogenen IT-Landschaften unserer Kunden hinweg interoperabel sind. Diese Kombination beschleunigt unsere Fähigkeit, Reltio als das System für Kontextdaten in SAP- und Nicht-SAP-Umgebungen bereitzustellen und gleichzeitig die Kontinuität für unsere Kunden und unser Partner-Ökosystem zu gewährleisten."
(sta)