OVH Cloud weitet sein Engagement im europäischen Verteidigungssektor aus. Für diesen Zweck rekrutiert der französische Cloud-Provider aktuell gezielt Fachkräfte mit militärischem Hintergrund aus der Verteidigungsindustrie. Parallel dazu will der Konzern die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter fördern, um sie auf die speziellen nationalen Anforderungen von Kunden in Militär und Rüstung vorzubereiten. Dies umfasst insbesondere die notwendigen Sicherheitsfreigaben und Zertifizierungen, die für klassifizierte Verteidigungsgeräte erforderlich sind. Die Aufgaben dieser spezialisierten Teams sollen von der Gestaltung individueller Architekturen über die Unterstützung bei der Infrastrukturmodernisierung bis hin zur Integration von KI-Funktionen wie Feinabstimmung und Diagnostik reichen.
"Die Verteidigungsfähigkeit hängt auch von Cloud, Daten und KI ab. In der jetzigen geopolitischen Lage kann Europa es sich nicht leisten, von Technologien aussserhalb Europas abhängig zu sein: Es braucht leistungsstarke, souveräne Alternativen", erklärt Octave Klaba, CEO von
OVH Cloud. Nach dem erfolgreichen Start in Frankreich werde man Cloud- und KI-Lösungen auf europäischer Ebene anbieten, aber auch Fachwissen, um die Transformation der Armeen zu unterstützen und unsere strategische Autonomie zu stärken.
Die Initiative ist laut OVH Cloud eine Reaktion auf die fortschreitende Digitalisierung des Militärs und die bisherige Abhängigkeit von nicht-europäischen Technologieanbietern. Der Anbieter arbeitet bereits heute mit Kunden aus dem Verteidigungssektor zusammen, will dieses Geschäft aber mit dem Aufbau dedizierter Teams ausbauen.
(sta)