Der weltweite DRAM-Umsatz legte im ersten Quartal 2026 um 81 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu und erreichte 97 Milliarden US-Dollar. Laut
Trendforce war vor allem der starke Preisanstieg bei konventionellem DRAM dafür verantwortlich. Die Vertragspreise kletterten demnach um rund 93 bis 98 Prozent.
Ein Grund für die Entwicklung liegt in der Nachfrage aus Rechenzentren. KI-Anwendungen verlagern sich laut den Marktforschern zunehmend vom Training grosser Sprachmodelle hin zur Inferenz. Dadurch steigt nicht nur der Bedarf an HBM-Speicher, sondern auch an klassischen Server-Speicherprodukten wie RDIMMs in unterschiedlichen Kapazitäten.
Das Angebot bleibt gleichzeitig knapp. DRAM-Hersteller priorisieren weiter hochpreisige Produkte für Server und KI-Infrastrukturen, während PC- und Smartphone-Hersteller mit begrenzter Verfügbarkeit rechnen müssen. Für das zweite Quartal erwartet Trendforce deshalb einen weiteren Anstieg der Vertragspreise für konventionellen DRAM um 58 bis 63 Prozent.
Von der Entwicklung profitierten vor allem die grossen Speicherhersteller. Samsung blieb im ersten Quartal Marktführer und steigerte den Umsatz um 93,4 Prozent auf 37,32 Milliarden US-Dollar. Der Marktanteil lag bei 38,5 Prozent. SK Hynix kam mit 27,98 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei, was einem Plus von 62,5 Prozent und einem Marktanteil von 28,8 Prozent entspricht. Micron steigerte den Umsatz um 81,6 Prozent auf 21,75 Milliarden US-Dollar und hielt 22,4 Prozent Marktanteil.
Auch kleinere Anbieter konnten vom Preisanstieg profitieren. Nanya steigerte den Umsatz um 60 Prozent auf 1,55 Milliarden US-Dollar, Winbond legte um 91,4 Prozent auf knapp 568 Millionen US-Dollar zu.
(dow)