Bitdefender hat das "Sovereign Acceleration Program" vorgestellt. Das Angebot richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die ihre IT-Sicherheitslösungen auf eine vollständig innerhalb der Europäischen Union betriebene Infrastruktur umstellen möchten. Damit reagiert das rumänische Unternehmen laut eigenen Angaben auf die wachsende Nachfrage nach digitaler Souveränität. Hintergrund sind geopolitische Unsicherheiten sowie strengere regulatorische Anforderungen an den Umgang mit Daten.
Bitdefender kritisiert in diesem Zusammenhang, dass viele Anbieter zwar Rechenzentren in Europa betreiben, ihre Plattformen jedoch weiterhin ausserhalb der EU kontrolliert werden oder anderen Rechtsräumen unterliegen. Gerade im Hinblick auf Vorgaben wie DSGVO, NIS2 oder DORA sei die rechtliche Zuständigkeit von Infrastruktur und Daten jedoch entscheidend.
Technische Grundlage des Programms bildet die Sicherheitsplattform Gravity Zone mit Funktionen für Endpoint Protection (EPP), Endpoint Detection and Response (EDR), Extended Detection and Response (XDR) sowie Cloud-Sicherheit. Ergänzt wird das Angebot durch Managed Detection and Response (MDR). Um den Wechsel zu erleichtern, bietet
Bitdefender qualifizierten Unternehmen zudem finanzielle Anreize. Dazu gehört unter anderem die Übernahme bestehender Vertragsverpflichtungen. Der Migrationsprozess soll zudem mit möglichst geringer Beeinträchtigung des laufenden Betriebs erfolgen. Als Infrastrukturpartner unterstützt unter anderem der französische Cloud-Anbieter OVH Cloud das Programm.
"Das Bitdefender Sovereign Acceleration Program bietet europäischen Unternehmen einen klaren, praktischen Rahmen für Cybersicherheit, der sowohl effektiv als auch souverän ist", erklärt Andrei Florescu, General Manager der Bitdefender Business Solutions Group. "Dabei verbleiben die Daten, die Infrastruktur, die Cybersicherheitsplattform und das Fachwissen vollständig unter EU-Kontrolle, und Compliance sowie proaktives Risikomanagement sind bereits integriert und nicht nur nachträglich angefügt."
(sta)