Die französische Verbraucherschutzorganisation Halte à l’Obsolescence Programmée HOP wirft dem Druckerhersteller
Epson vor, die Lebensdauer der Printer künstlich zu verkürzen und hat vor Gericht Klage eingereicht. Wie "Winfuture" mit Bezug auf "Drucker-Channel"
berichtet, wird kritisiert, dass die Tintenfüllstandsanzeige leere Patronen meldet, obwohl noch Tinte vorhanden ist. Bei älteren Modellen soll die Berechnung lediglich auf Schätzungen basieren. Ebenfalls bemängelt wird, dass Drucker den Betrieb verweigern, sobald der Resttintenfilz eine Sättigung meldet. Dies geschieht offenbar zu früh; laut HOP sollen die Filze weitaus mehr Tinte aufnehmen können. Die Strafanzeige erfolgt bereits im Jahr 2017. Nach achtjähriger Prüfung hat die Staatsanwaltschaft Nanterre nun offiziell angeklagt. Die erste Anhörung fand am 2. Juli statt.
Epson weist die Vorwürfe derweil kategorisch zurück. Im Fall einer Verurteilung drohen den Verantwortlichen bis zu zwei Jahre Haft und Bussen von mindestens 300'000 Euro oder bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes.
Es ist nicht das erste Mal, dass Epson wegen ähnlichen Vorwürfen für Schlagzeilen sorgte. Bereits vor vier Jahren wurde dem Konzern vorgeworfen, Drucker würden nach einem hartcodierten Limit den Dienst verweigern ("Swiss IT Magazine"
berichtete).
(rd)