Das Zentrum SDS, das Schweizer Zentrum für digitale Souveränität am Institut Public Sector Transformation der Berner Fachhochschule, hat Jan Kerschgens (Bild) zum Co-Leiter ernannt. Er übernimmt den Posten ab dem 1. September 2026 von Pascal Stöckli, der das Zentrum SDS und das Netzwerk SDS seit 2025 gemeinsam mit Co-Leiter Matthias Stürmer aufgebaut hatte.
Kerschgens verantwortet die Koordination der vier Workstreams (Arbeitsgruppen zu Open Source, OpenDesk, digital souveräner Cloud und Open Source AI), die Finanzierung und Weiterentwicklung des Zentrums sowie die Erarbeitung von Studien und praxistauglichen Grundlagen. Schwerpunkte soll er bei Open Source AI, bei der Brücke zu offenen Schweizer KI-Modellen wie Apertus, sowie beim Ausbau des Netzwerks in der Romandie und im internationalen Genf setzen.
Kerschgens ist seit Jahren in Projekten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand aktiv, unter anderem als Managing Director des NCCR Robotics, als Gründungsdirektor des EPFL Center for Intelligent Systems mit über 85 Laboren, als Leiter der KI-Initiative von Innovaud sowie als Advisor der UN-ECE für Innovationsökosysteme und innovationsfördernde Beschaffung. Er ist zudem Vorstandsmitglied von CH Open und Mitglied der SATW-Expertengruppe AI Law and Technology.
"Souveränität heisst nicht, alles selbst zu machen. Souveränität heisst, das Digitale, auf das wir angewiesen sind, verstehen, prüfen und weiterentwickeln zu können. Nicht autark, sondern kontrollierbar, und durch Kollaboration. Genau daran arbeiten wir im Zentrum SDS", sagt Jan Kerschgens zu seiner neuen Aufgabe.
(sta)