Nach
Hetzner ("IT Reseller"
berichtete) will auch
OVH Cloud die Preise für Bare-Metal- und Public-Cloud-Angebote aufgrund gestiegener Kosten für RAM und Speichermedien anpassen. Das
kündigt Unternehmensgründer Octave Klaba in einem Post auf X an. Die neuen Konditionen gelten teilweise bereits seit Juli 2026 oder treten ab September respektive Oktober in Kraft.
Bei Bare-Metal-Servern steigen die Preise je nach Modell/Generation deutlich. Im Durchschnitt verteuert sich die Generation 2024 um 28 Prozent, die Generation 2026 um 51 Prozent. Bei Game-Servern der Generation 2026 reichen die Aufschläge bis zu 87 Prozent. Für bereits installierte RAM- und Storage-Optionen fallen die Erhöhungen geringer aus. RAM verteuert sich je nach Generation um 20 beziehungsweise 40 Prozent, Laufwerke um 10 beziehungsweise 15 Prozent. Laufende Vertragsbindungen bleiben von den Anpassungen unberührt, erklärt Klaba.
Auch bei Public-Cloud-Diensten ändert OVH Cloud sein Preismodell. Bei den Gen3-Instanzen B3, C3 und R3 werden ab 1. Oktober der bislang enthaltene Low-Latency-Block-Storage und die IPv4-Adresse separat berechnet. Je nach Instanz ergibt sich dadurch eine effektive Verteuerung zwischen 1,4 und 21,9 Prozent. Managed Databases und Analytics werden im Durchschnitt 3,6 Prozent teurer. Object Storage, hochverfügbarer Block Storage und File Storage bleiben unverändert.
OVH Cloud führt die Preisanpassungen auf die gestiegene Nachfrage nach Speicherkomponenten zurück. Klaba erklärt, der Preis, den OVH für Speicher zahlt, habe sich bis Juni 2026 versechsfacht, werde bis September auf das Neunfache steigen und im nächsten Jahr das Zwölffache erreichen. Eine rasche Entspannung erwartet er nicht. Klaba geht davon aus, dass die Marktsituation bis 2028 anhalten könnte und sich die Preise frühestens 2029 wieder normalisieren.
(sta)