Google kann einen Sieg vor einem US-Bundegericht verbuchen. Der Verkauf von Unternehmensteilen rund um Googles-Werbegeschäft, welchen das US-Justizministerium verlangt hatte, ist vom Tisch. Laut einem Bericht von "
Reuters" (Paywall) legte eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat Virginia stattdessen weitgehend weniger weitreichender Massnahmen fest, die das Verhalten des Konzerns im Werbemarkt regeln sollen.
Das US-Justizministerium und mehrere Bundesstaaten hatten
Google 2023 wegen seiner dominierenden Stellung im Markt für digitale Werbetechnologie verklagt. Im April 2025 stellte das Gericht fest, dass Google bei Anzeigenservern für Publisher und bei Anzeigenbörsen illegale Monopole aufgebaut habe. Deshalb wurde verlangt, dass Google seinen Ad-Tech-Bereich abspalten müsse. Zudem wollte man erreichen, dass Google Quellcode offenlegen müsse. Beide Forderungen sind nun abgelehnt worden. Stattdessen werden seitens Gericht laut "
New York Times" (Paywall) Massnahmen von Google verlangt, welche die Position von anderen Anbietern verbessern sollen. Wie diese Massnahmen ausschauen sollen, ist noch nicht bekannt – vorerst haben die Parteien Zeit, die Urteilsbegründung wo nötig zu schwärzen, bevor sie öffentlich wird.
(mw)