Hohe Komponentenpreise dürften den Notebook-Markt 2027 belasten. Wie "Trendforce"
schreibt, werden die weltweiten Auslieferungen im Basisszenario um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz sinken. Bleiben Prozessoren und Arbeitsspeicher teuer und geben die Hersteller die Mehrkosten weiter, könnte das Minus jedoch den hohen einstelligen Prozentbereich erreichen.
Die Entwicklung im laufenden Jahr bietet dabei nur bedingt Rückenwind. Besser verfügbare Prozessoren, frühzeitige Einkäufe der Hersteller und vorgezogene Ersatzbeschaffungen stützten zwar die Auslieferungen. Eine nachhaltige Erholung der Nachfrage lasse sich daraus aber nicht ableiten. Zudem gehen die günstiger eingekauften Lagerbestände allmählich zur Neige.
Wie stark die Kernkomponenten ins Gewicht fallen, zeigt ein Notebook zum Verkaufspreis von 900 Dollar. Im dritten Quartal 2026 entfielen 68 Prozent der Materialkosten laut den Analysten auf Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD. Die Hersteller müssen daher zwischen höheren Verkaufspreisen, geringeren Margen und einer reduzierten Ausstattung abwägen.
Der Kostendruck könnte sich auch auf die Produktionsstandorte auswirken. Sofern die Zölle nicht weiter steigen, könnten Hersteller einen Teil ihrer ausserhalb Chinas aufgebauten Kapazitäten wieder zurückverlagern.
Trendforce erwartet, dass der ausserhalb Chinas gefertigte Anteil von 24 Prozent im Jahr 2025 auf 21 Prozent im laufenden Jahr und 2027 möglicherweise unter 20 Prozent sinkt.
(dow)