Der französische Cloud-Anbieter
OVH Cloud hat im Geschäftsjahr 2026, das am 31. August endete, einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt legte der Umsatz um 7,2 Prozent zu. Damit übertraf das Unternehmen seine eigene Wachstumsprognose von 5 bis 7 Prozent.
Wichtigster Wachstumstreiber war laut Unternehmen das Public-Cloud-Geschäft. Dessen Umsatz stieg um 18,9 Prozent auf 255,1 Millionen Euro, was 22,3 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Das weiterhin grösste Segment Private Cloud erwirtschaftete 690,4 Millionen Euro, ein Plus von 4,5 Prozent. Im Webcloud-Geschäft stieg der Umsatz um 3,2 Prozent auf 199,7 Millionen Euro.
Auch bei der Profitabilität konnte OVH Cloud positive Ergebnisse melden. Das bereinigte EBITDA stoeg um 9,7 Prozent auf 480,5 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 42 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 77,8 Millionen Euro. Unter dem Strich resultierte ein Nettogewinn von 9,4 Millionen Euro, im Vorjahr waren es lediglich 0,4 Millionen Euro. Erstmals seit dem Börsengang erzielte OVH Cloud zudem einen positiven Levered Free Cashflow, also einen freien Cashflow nach Berücksichtigung der Finanzierungskosten.
Regional bleibt Frankreich mit einem Umsatzanteil von 48 Prozent der wichtigste Markt. Auf das übrige Europa entfallen 29 Prozent und auf die restlichen Weltregionen 23 Prozent. Das stärkste Wachstum erzielte OVH Cloud ausserhalb Europas mit einem Plus von 10,7 Prozent.
Für das Geschäftsjahr 2027 will das Unternehmen sein Wachstum weiter beschleunigen. Dazu sollen unter anderem die Neuausrichtung der Vertriebsorganisation, der Ausbau des Public-Cloud-Angebots und verstärkte Investitionen in künstliche Intelligenz beitragen. Gleichzeitig reagiert OVH Cloud auf steigende Hardwarekosten. Das Unternehmen hat bereits Komponenten im Wert von rund 49,5 Millionen Euro für das kommende Geschäftsjahr beschafft und gezielte Preisanpassungen vorgenommen.
(sta)