Die weltweiten Lieferungen von Server-Prozessoren dürften 2027 um über 40 Prozent wachsen. Das prognostizieren die Marktforscher von Trendforce, die bereits für 2026 mit einem Plus von 31 Prozent rechnen. Als Treiber nennen sie den zunehmenden Einsatz von KI-Agenten und die steigende Nachfrage nach KI-Inferenz, also der Ausführung bereits trainierter KI-Modelle.
Von dieser Entwicklung profitieren nach Einschätzung der Analysten besonders ARM-basierte Prozessoren. Für 2026 erwarten sie einen Anteil von über 20 Prozent an den Server-CPU-Lieferungen, für 2027 rund 30 Prozent. Damit würden ARM-Chips gegenüber den x86-Prozessoren aufholen, deren wichtigste Anbieter
Intel und AMD sind. Auf x86 entfielen laut Trendforce 2025 noch fast 90 Prozent der Auslieferungen. Das Wachstum von ARM stützen den Analysten zufolge unter anderem die selbst entwickelten Server-Prozessoren von
AWS,
Google und
Microsoft sowie die CPUs von
Nvidia.
Intel verliert laut den Marktforschern wegen Lieferverzögerungen und begrenzter Produktionskapazitäten Marktanteile. Für AMD erwarten die Analysten dagegen 2026 rund 27 Prozent des gesamten Server-CPU-Marktes. Zwar begrenzten knappe Kapazitäten beim Fertigungspartner
TSMC auch die Liefermengen von
AMD. Dennoch rechnen die Analysten für 2027 mit weiteren Marktanteilsgewinnen. Neue Intel-Prozessoren dürften hingegen weiterhin nur eingeschränkt verfügbar sein.
(dow)