Der Sicherheitsanbieter Palo Alto Networks übernimmt mit Koi einen Spezialisten für die Absicherung von KI-Agenten und anderen autonomen Programmen auf PCs und Arbeitsgeräten. Wie Palo Alto mitteilt, will das Unternehmen damit eine neue Kategorie mit dem Namen Agentic Endpoint Security aufbauen. Dabei geht es um den Schutz von KI-Tools, die direkt auf Geräten laufen, dort Aufgaben ausführen und auf Daten, Anwendungen oder Systeme zugreifen.
Der Schritt hängt mit der raschen Verbreitung solcher Werkzeuge zusammen. Programme wie Claude Code oder Openclaw können Abläufe beschleunigen und die Produktivität erhöhen, schaffen aus Sicht des Unternehmens aber auch neue Sicherheitsrisiken auf Endgeräten. Die Technik von Koi soll deshalb in Prisma AIRS einfliessen, also in Palo Altos Plattform für den sicheren Einsatz von KI in Unternehmen. Sie soll Firmen mehr Transparenz und Kontrolle über solche Tools geben.
Zusätzlich kündigt der Anbieter ein neues Modul für Cortex XDR an. Dieses soll Risiken rund um KI-Software erkennen und beheben. Die Technik von Koi bleibt laut der Mitteilung daneben auch als eigenständiges Angebot verfügbar, sodass Kunden sie weiterhin zusammen mit bestehenden EDR-Lösungen nutzen können.
Lee Klarich, Chief Product & Technology Officer von
Palo Alto Networks, sagt dazu: "Agentenbasierte KI bietet Unternehmen enorme Chancen, schafft aber gleichzeitig eine neue Angriffsfläche, die herkömmliche Sicherheitslösungen nicht erkennen können." Koi-CEO Amit Assaraf ergänzt: "Durch den Zusammenschluss mit Palo Alto Networks können wir unseren Kunden die umfassendste Lösung zur Absicherung aller KI- und Softwareanwendungen auf Endgeräten und im gesamten Unternehmen anbieten."
(dow)