Auf seiner jährlichen European Partner Conference im italienischen Como hat
Huawei sein Commitment zum indirekten Vertriebskanal unterstrichen. Partner seien der Eckpfeiler des B2B-Geschäftes in Europa, 90 Prozent des Umsatzes würden demnach indirekt erfolgen, wobei die Bereitstellung und Implementierung von Dienstleistungen mittlerweile laut dem chinesischen Hersteller fast vollständig von Partnern geleitet werde. "Unser Partner-Ökosystem ist die Kernstrategie für unser langfristiges Wachstum", sagte Willi Song, Präsident von Huawei Europe Enterprise Business, im Rahmen der Veranstaltung. "In den nächsten Jahren werden wir die Zusammenarbeit mit unseren bestehenden Partnern vertiefen und gleichzeitig vielversprechende neue Partner gewinnen."
Laut Song plant Huawei vor allem, mehr Gold- und Silber-Reseller zu gewinnen, also Partner, die umfangreiches Produkt- und Vertriebswissen aufbauen und letztlich mehr Umsatz mit den Produkten des Herstellers generieren. "Wir verpflichten uns zu nachhaltigen, strategischen Investitionen in mehr Ressourcen: die Ausbildung von über 10’000 zertifizierten Ingenieuren, die Investition von mehr als 20 Millionen US-Dollar in Marketing und die Öffnung von über 90 Prozent unserer Produktdienstleistungen für unsere Partner."
Darüber hinaus verspricht Huawei schnelle Lieferfähigkeit, auch in der aktuellen Komponentenkrise. 90 Prozent des eigenen Portfolios sollen innerhalb von zwei bis vier Wochen europaweit zur Verfügung stehen, "während die Wartezeiten für Speicherprodukte auf dem Markt bis zu acht Monate betragen", bekräftigt Song. Für Huawei-Speicherprodukte gelten grundsätzlich zwei Monate Lieferzeit.
(sta)