Der Smartphone-Markt steht einem fundamentalen Wandel gegenüber: Einerseits soll sich die Zahl der verkauften Geräte im laufenden Jahr massiv reduzieren – um ganze 12,2 Prozent gegenüber 2025 (1,09 Milliarden Stück). Andererseits soll sich der Markt aber weiterhin nach oben entwickeln, laut den Analysten von
Omdia um 6,1 Prozent.
Zurückzuführen ist das auf massiv gestiegene Preise im Handel. Während der durchschnittliche Preis für ein Smartphone im Jahr 2025 noch bei 467 Dollar landete, soll der Schnitt 2026 bei 565 Dollar zu liegen kommen. Dieser starke Anstieg von knapp 100 Dollar respektive 21 Prozent pro Gerät soll den Smartphone-Markt im Laufenden Jahr als weiter auf Wachstumskurs halten.
Die hohen Stückpreise sind natürlich wiederum auf die bekannten Probleme in der Lieferkette zurückzuführen. Alleine im ersten Quartal 2025 stiegen die durchschnittlichen DRAM- und NAND-Flash-Memory-Preise um mehr als 80 Prozent und auch im zweiten Quartal steigen die Preise weiter. Eine Stabilisierung der Situation erwarten die Analysten erst im zweiten Halbjahr 2027.
Die Hersteller müssen sich laut Omdia aktuell umorientieren, denn der Markt mit Billiggeräten ist derzeit zu stark von den Komponentenpreisen betroffen. Das Rezept für weitere Profitabilität liegt also im Mid- bis High-end-Markt.
Mit Blick nach vorne kommentiert
Omdia, dass der Rückgang der ausgelieferten Stückzahlen wohl noch bis 2027 weitergehen wird. Erst ab 2028 könnte mit einem erneuten Wachstum hinsichtlich der ausgelieferten Geräte gerechnet werden.
(win)