Im Bereich AR/VR (Augmented/Virtual Reality) bahnt sich in den kommenden Jahren eine entscheidende Wende an: Laut dem Marktforschungsunternehmen
Omdia wird der AR-Markt zeitnah über das VR-Segment hinauswachsen. 2026 hält der Bereich VR noch 72 Prozent des Marktes, auf AR entfallen die restlichen 28 Prozent. Laut der Prognose werden bereits 2030 weltweit rund 21 Millionen AR-Displays ausgeliefert, für VR-Displays rechnen die Marktforscher im selben Jahr mit 19 Millionen Einheiten.
Damit verschiebt sich die Nachfrage im Markt für die Near-Eye-Displays zunehmend in Richtung leichter AR-Smartglasses. Bis 2032 soll der Anteil von AR-Displays am gesamten Markt gar auf 57 Prozent steigen. Der Anteil von VR-Displays dürfte im selben Zeitraum entsprechend auf 43 Prozent zurückgehen. Als wesentlichen Treiber sieht Omdia den Trend zu kompakteren und leichteren Geräten, die sich stärker für den Alltag eignen.
Eine zentrale Herausforderung bleibt allerdings der Zielkonflikt zwischen Leistungsfähigkeit, Gewicht und Akkulaufzeit. Hersteller könnten diese drei Faktoren derzeit nur schwer gleichzeitig optimieren, was das Wachstum trotz der steigenden Nachfrage wohl leicht ausbremsen wird.
Das VR-Segment soll sich dank kleineren Innovationen dennoch halten können. Die Analysten gehen davon aus, dass OLED-Displays leichtere Bauformen möglich machen, was dem Segment etwas Auftrieb verschaffen könnte.
(win)