Peace, Love und Security beim Boll Channel Happening
Quelle: Boll Engineering

Peace, Love und Security beim Boll Channel Happening

Flower Power, Cybersecurity und ein Blick in die Zukunft: Boll Engineering hat das Channel Happening 2026 im Basler Bambusnest als farbenfrohes Love-and-Peace-Festival inszeniert. Neben Neuigkeiten aus dem Unternehmen sorgten Sebastiaan Bäck und Vince Ebert für technische Einblicke und wissenschaftlichen Humor.
7. September 2026


Nach den goldenen Zwanzigern im Zürcher Kaufleuten im vergangenen Jahr führte die diesjährige Zeitreise nach Basel und zurück in die späten Sechzigerjahre. Am 4. September lud Boll Engineering unter dem Motto "Peace, Love & Boll" zum Channel Happening 2026 ins Bambusnest am Messeplatz. Zahlreiche Gäste folgten dem Ruf in farbenfroher Flower-Power-Garderobe. Auch das Boll-Team warf sich wie gewohnt passend zum Motto in Schale.

Für Festivalstimmung sorgten nebst der aufwendigen Dekoration unter anderem Henna-Tattoos, selbst gestaltete Batik-Shirts, Boule, XXL-Jenga und eine Zen & Zero Trust Meditation Zone. Vor dem Hauptprogramm blieb bei Silent Breakout Sessions, Sponsor Lounges und persönlichen Gesprächen mit den Herstellern genügend Zeit für den geschäftlichen Austausch.


Zum Auftakt des Hauptprogramms begrüsste Thomas Boll die anwesenden Kunden, Geschäftspartner, Hersteller, Sponsoren, Gäste und Medienvertreter. Das Channel Happening sei mittlerweile eine "Family Tradition" und Boll dabei eine Art Wanderzirkus, erklärte der Firmengründer. Der Anlass finde jedes Jahr an einem anderen Ort und unter einem neuen Motto statt, der Enthusiasmus dahinter bleibe aber derselbe.
Danach richtete Boll den Blick auf das laufende Geschäftsjahr. Der VAD sei nach wie vor sehr gut unterwegs. Besonders stark entwickle sich das Geschäft mit Fortinet und Palo Alto Networks. Auch die Zusammenarbeit mit F5, die erst in diesem Jahr angelaufen sei, habe einen guten Start hingelegt.

Der Erfolg beruhe jedoch nicht allein auf den Produkten, betonte Boll. Entscheidend sei die Arbeit an den Details. So bilde der Distributor Techniker auf den angebotenen Lösungen aus, schule das Verkaufspersonal und halte das Portfolio bewusst so überschaubar, dass man die Produkte auch wirklich verstehen könne. Im Hintergrund optimiere Boll zudem laufend die eigenen Abläufe. Dazu gehörten unter anderem selbst entwickelte Konnektoren für die wiederkehrende Abrechnung von Cloud-Diensten.


Auch im Portfolio hat sich seit dem letzten Channel Happening einiges getan. Mit Hornetsecurity schliesst Boll nach eigenen Angaben eine bisherige Lücke rund um Microsoft 365 und Cloud-Dienste. Neu hinzugekommen ist zudem Halcyon. Der Hersteller konzentriert sich auf die Abwehr von Ransomware. Gelinge ein Angriff dennoch, könne die Lösung laut Boll den vom Angreifer verwendeten Schlüssel abfangen und damit verschlüsselte Dateien wiederherstellen.
Anschliessend holte Boll die Mitarbeitenden auf die Bühne, die seit dem letzten Channel Happening neu zum Unternehmen gestossen sind. Zum Schluss hatte Thomas Boll noch eine Personalie zu verkünden: Nachdem Patrick Merz das Unternehmen im Juni verlassen hatte, übernimmt Christophe Macherel die Verkaufsleitung. Er tritt am 15. September seine neue Rolle als Head of Sales an. "Wir haben jetzt tatsächlich wieder einen Head of Sales. Das ist für mich persönlich auch eine grosse Entlastung", erklärte Boll. Macherel sei eine Persönlichkeit, die viele in der Branche bereits kennen.

Nach den Neuigkeiten aus dem Unternehmen widmete sich Cybersecurity-Stratege Sebastiaan Bäck in seiner englischsprachigen Keynote "AI, the Perfect Storm. The Good, the Bad and the Ugly" den Folgen Künstlicher Intelligenz für die IT-Sicherheit. Angriffe, die früher Schritt für Schritt von Menschen gesteuert wurden, könnten zunehmend autonom und in Maschinengeschwindigkeit ablaufen. Bäck verwies unter anderem auf anpassungsfähige Schadsoftware, personalisiertes Phishing und täuschend echte Stimmklone. Klassische Security-Architekturen mit zentraler Datensammlung und anschliessender Auswertung seien dafür zu langsam. Erkennung und Reaktion müssten deshalb näher an den Endpunkt rücken. Gleichzeitig müssten Security-Teams vom Management die Befugnis erhalten, im Angriffsfall tatsächlich handeln zu dürfen.


Für den humoristischen Teil des Abends war anschliessend Vince Ebert zuständig. Der Physiker, Wissenschaftskabarettist und Bestsellerautor erklärte unter dem Titel "Zufällig erfolgreich!", weshalb die Welt trotz aller Modelle und Prognosen nicht vollständig berechenbar ist. Zufall und Unwissen seien nicht nur Risiken, sondern hätten auch zahlreiche Entdeckungen und Innovationen ermöglicht. "Die Zukunft ist und bleibt offen. Und das ist wirklich eine gute Nachricht", lautete eine seiner Botschaften. Gefragt seien deshalb mehr Optimismus, Eigenverantwortung und der Mut, Fehler zu machen.

Nach so viel Security, KI und Wissenschaft ging das Channel Happening in den gemütlicheren Teil über. Beim Mindful Munch Market konnten sich die Gäste an verschiedenen Essensständen verpflegen, bevor die Woodstock Revival Band die Festivalstimmung nochmals anheizte. Ab 23.15 Uhr übernahm DJ Mister Pina den Flower-Power-Dancefloor, wo bis tief in die Nacht weitergefeiert wurde. (dow)


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