Infomaniak gewinnt Green Business Award
Quelle: Green Business Award

Infomaniak gewinnt Green Business Award

Infomaniak wurde für sein Rechenzentrum D4 der Green Business Award 2026 in der Kategorie KMU / Corporates verliehen.
7. September 2026


Infomaniak ist für sein Rechenzentrum D4 in Genf mit dem Green Business Award ausgezeichnet worden. Das Unternehmen setzte sich in der Kategorie KMU / Corporates gegen Belimo Automation (nominiert für eine datenbasierten Optimierungslösung) und Vögeli Marketingproduktion & Druck (nominiert für seine kreislauffähigen Druck- und Verpackungslösungen) durch. Die Auszeichnung wurde am 3. September in Luzern verliehen.

Infomaniaks ausgezeichnetes, vollständig unterirdisch errichtetes Rechenzentrum nutzt die beim Serverbetrieb entstehende Wärme und speist diese ins städtische Fernwärmenetz ein. Im Winter soll die Abwärme für die Beheizung von bis zu 6000 Haushalten ausreichen. D4 kommt dabei ohne herkömmliche Klimatisierung und ohne externe Wasserversorgung für die Kühlung aus. Stattdessen arbeitet das Rechenzentrum mit drei geschlossenen Luft- und Wasserkreisläufen.


Infomaniak verkauft die eingespeiste Wärme während 20 Jahren zum Selbstkostenpreis. Nach Berechnungen des Enterprise for Society Center lassen sich bei voller Auslastung des Rechenzentrums jährlich 3600 Tonnen CO2-Äquivalente gegenüber einer Erdgasheizung beziehungsweise 5500 Tonnen gegenüber einer Holzpelletheizung vermeiden, heisst es in der Begründung der Jury.

Ein weiterer Aspekt, den die Jury unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard hervorhebt, ist die Übertragbarkeit des Konzepts. Infomaniak hat die Dokumentation des Rechenzentrums als Open Source veröffentlicht. Damit können andere Betreiber auf die technischen Ansätze zugreifen und diese für eigene Rechenzentren nutzen.

Der Green Business Award wird 2026 erstmals in den beiden Kategorien KMU / Corporates und Scale-ups vergeben. Der Gewinner der Scale-up-Kategorie wird im Februar 2027 bestimmt. Hinter dem Award stehen renommierte Organisationen und Unternehmen, etwa das Bafu, Economiesuisse, die Schweizerische Umweltstiftung, Swisscleantech, Swissmem, der WWF Schweiz, Axpo, die Schweizerische Post oder die Mobiliar. (mw)


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