Der Swico ICT Index sinkt für das vierte Quartal 2026 um 5,5 Punkte auf 104,0 Punkte. Nahezu alle Segmente verlieren laut dem Verband an Boden. Die Abschwächung fällt jedoch unterschiedlich stark aus. So fallen Software und Consulting um 2,6 respektive 2,2 Punkte. Der Bereich IT-Technology verzeichnet hingegen ein Minus von 12,2 Punkten, bleibt jedoch mit 109,9 Punkten weiterhin stärkstes Feld. IT-Services sacken wiederum um 10,6 auf 98,9 Punkte ab, der Bereich Imaging, Printing und Finishing verliert gar 13,8 Punkte (auf 66,7 Punkte). Hier belasten Investitionszurückhaltung, sinkende Volumen und Preisdruck das Geschäft. Lichtblick: Der Bereich Consumer Electronics legt um 7,9 Punkte zu.
Grundsätzlich berichten viele ICT-Unternehmen von verzögerten Projektentscheiden und einer zunehmenden Zurückhaltung bei Investitionen. "Der ICT-Branche fehlt derzeit nicht das Interesse der Kunden, sondern die Entschlossenheit für Investitionen", sagt Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei
Swico. "Sie meldet weiterhin gut gefüllte Pipelines, doch viele Projekte werden verzögert oder später entschieden." Gleichzeitig verändere künstliche Intelligenz den Markt spürbar: Sie schaffe laut Swico neue Chancen für Wachstum und Produktivität, erhöhe aber auch den Druck, Kompetenzen und Geschäftsmodelle schneller weiterzuentwickeln.
Mit Blick in die Zukunft bleibt die Schweizer ICT-Branche grundsätzlich auf Wachstumskurs, bewegt sich jedoch in einem anspruchsvolleren Marktumfeld als noch zu Beginn des Jahres, wie der Verband meldet. Unternehmen müssen demnach gleichzeitig auf vorsichtigere Investitionsentscheide reagieren, ihre Profitabilität sichern und die Chancen von künstlicher Intelligenz nutzbar machen.
(sta)