Meta hat im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 64,6 Milliarden Dollar erzielt, was einem Wachstum von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erwartungen der Analysten, die laut "
Yahoo Finance" mit 63,3 Milliarden gerechnet hatten, wurden damit übertroffen. Das gilt auch für den Gewinn pro Aktie, der mit 3.83 Dollar über den erwarteten 3.56 Dollar liegt. Entsprechend legte die Meta-Aktie nachbörslich um über 3 Prozent zu.
Der operative Gewinn ging
laut Quartalsbericht hingegen um 37 Prozent von 20,5 auf 13,0 Milliarden Dollar zurück. Die operative Marge halbierte sich von 40 auf 20 Prozent. Verantwortlich für den Rückgang des operativen Gewinns sind laut
Meta vor allem Kosten im Zusammenhang mit einer Einigung mit 52 US-Generalstaatsanwälten. Diese betrifft Rechtsstreitigkeiten über die Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen. Meta verbuchte dafür im dritten Quartal eine Belastung von 9,89 Milliarden Dollar. Ohne diesen Sondereffekt wäre der operative Gewinn auf 22,9 Milliarden Dollar gestiegen. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 9,9 Milliarden Dollar, gegenüber 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Der starke Gewinnanstieg ist allerdings auch auf eine aussergewöhnlich hohe Steuerbelastung im Vorjahr zurückzuführen.
Das Werbegeschäft bleibt der wichtigste Umsatztreiber. Die Werbeeinnahmen erhöhten sich um 26 Prozent auf 63,1 Milliarden Dollar. Die Zahl der ausgelieferten Werbeanzeigen stieg um 10 Prozent, während der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 14 Prozent zunahm. Im September nutzten durchschnittlich 3,64 Milliarden Menschen täglich mindestens einen Dienst des Konzerns, 3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Sparte Reality Labs, die für Virtual- und Augmented-Reality-Produkte zuständig ist, erzielte einen Umsatz von 443 Millionen Dollar und verbuchte einen operativen Verlust von 4,13 Milliarden Dollar. Damit fiel das Defizit etwas geringer aus als im Vorjahresquartal, als es 4,43 Milliarden Dollar betragen hatte.
Meta investiert weiterhin erhebliche Summen in seine Infrastruktur und KI-Entwicklung. Die Investitionsausgaben beliefen sich im dritten Quartal auf 34,9 Milliarden Dollar.
Für das vierte Quartal erwartet
Meta einen Umsatz zwischen 73 und 76 Milliarden Dollar. Die Investitionsausgaben für das Gesamtjahr sollen zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar liegen. Für 2027 stellt der Konzern weiteres Umsatzwachstum in Aussicht, ohne eine konkrete Prognose zu nennen. Gleichzeitig sollen die Verluste von Reality Labs im kommenden Jahr auf rund 15 Milliarden Dollar zurückgehen.
Daneben kündigte Meta die Einführung einer neuen, nicht stimmberechtigten Aktienklasse C per Januar 2027 an. Sie soll dem Konzern zusätzliche Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung eröffnen und gleichzeitig die Kontrolle von Gründer und CEO Mark Zuckerberg sichern.
(mw)