Bei den globalen TV-Auslieferungen zeigt sich laut Zahlen aus Omdias TV Sets Market Tracker im vierten Quartal 2025 ein weitgehend stabiles Bild. Insgesamt wurden 61,5 Millionen Geräte ausgeliefert, womit der Markt gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert blieb. Gleichzeitig brachen die Auslieferungen in China um 25,3 Prozent ein, was die Marktforscher mit dem Ende staatlicher Subventionen und vorgezogenen Upgrades im Vorjahr erklären.
Die Delle in China wurde laut Analyse durch eine höhere Nachfrage in anderen Regionen ausgeglichen. So legten Nordamerika um 4,7 Prozent und Westeuropa um 3,2 Prozent zu. In den Entwicklungsregionen fiel das Plus am stärksten aus, angeführt von Lateinamerika und der Karibik mit 12,5 Prozent sowie dem Nahen Osten und Afrika mit 9,4 Prozent. Das Analystenhaus sieht darin auch eine Verschiebung im Fokus vieler Marken, die mehr Geräte in Auslandsmärkte liefern, um die schwächere Nachfrage im Heimatmarkt auszugleichen.
Trotz des Einbruchs in China steigerten
TCL und
Hisense ihre gemeinsamen Auslieferungen um 2,2 Prozent. In Nordamerika wuchs ihr kombinierter Anteil laut Omdia von 28,6 auf 30,7 Prozent, obwohl die Anforderungen in den USA strenger geworden sind.
"Chinesische Marken haben im vergangenen Jahr eine hohe Beweglichkeit in ihren Wachstumsstrategien gezeigt", sagt Matthew Rubin, Principal Analyst bei
Omdia. Der Zugang zum US Markt werde anspruchsvoller, doch TCL und Hisense hätten ihre Lieferketten an neue Vorgaben angepasst. "Diese Flexibilität kostet zusätzlich, und die Profitabilität rückt stärker in den Fokus, insbesondere weil Komponenten wie Speicher teurer werden", so Rubin.
(dow)