Südkorea plant Investitionen von rund 420 Milliarden Franken in Halbleiter und KI-Infrastruktur. Präsident Lee Jae Myung stellte die Pläne in einer Fernsehansprache vor, wie Reuters (
Paywall) berichtet. Ziel sei es, die Stellung des Landes im globalen Chipmarkt zu stärken und neue Produktionskapazitäten ausserhalb der Region Seoul aufzubauen.
Samsung und
SK Hynix sollen dafür je zwei neue Chipfabriken im Südwesten Südkoreas errichten.
Samsung hat dafür die Stadt Gwangju ausgewählt, SK Hynix prüft den genauen Standort noch. Die beiden Unternehmen betreiben bereits grosse Chipstandorte rund um Seoul, etwa in Yongin und Pyeongtaek. Diese Standorte stossen laut Lee aber an ihre Grenzen.
Der Ausbau bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. Moderne Chipfabriken brauchen viel Strom und Wasser, gute Verkehrswege, Zulieferer und Fachkräfte. Branchenexperten warnen laut Bericht, dass diese Voraussetzungen in neuen Regionen erst aufgebaut werden müssen. Zudem bestehe das Risiko, dass hohe Investitionen später zu Überkapazitäten führen, falls die Nachfrage nachlässt.
(dow)