Bund macht bei IT-Projekten seit 10 Jahren dieselben Fehler
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Bund macht bei IT-Projekten seit 10 Jahren dieselben Fehler

Bei der Analyse von 20 grossen IT-Projekten des Bundes stellt die Eidgenössische Finanzkontrolle erhebliche Defizite fest. Dieselben Schwächen wurden bereits bei der Projektprüfung vor zehn Jahren identifiziert.
10. Juli 2026


Die Eidgenössische Finanzkontrolle kommt in ihrer jüngsten Prüfung der IT-Projekte des Bundes zu einem vernichtenden Urteil. Nachdem bereits vor zehn Jahren erhebliche Defizite erkannt worden sind, kommt die EFK nun zum Schluss, die Verwaltungseinheiten und Departemente hätten nichts gelernt und die bereits 2016 identifizierten Defizite würden weiterhin bestehen. Den Verantwortlichen sei es nicht gelungen, Verbesserungen nachhaltig zu verankern.

Seit dem Jahr 2013 prüft die Eidgenössische Finanzkontrolle Schlüsselprojekte der Bundesverwaltung im IKT-Bereich, bei denen der Ressourceneinsatz, die strategische Bedeutung und die Risiken hoch sind.


Wie es im Bericht zur jüngsten Erhebung heisst, wurden die fünf jetzt identifizierten häufigsten Schwächen bereits vor zehn Jahren als solche identifiziert.
• Bemängelt wird etwa die Projektsteuerung, die offenbar nicht umfassend und "nicht bis zum Vorhabensende geplant" ist. Auch würden zentrale Abhängigkeiten nicht berücksichtigt und zeitbestimmte Abfolgen von Projektaufgaben würden nicht konsequent geführt.
• Auch würde eine koordinierte Steuerung sämtlicher Vorhaben auf strategischer und operativer Ebene häufig fehlen und Vorhaben seien nicht ausreichend aufeinander abgestimmt.
• Schwächen wurden weiter beim Nutzenversprechen festgestellt, wobei Zielerreichung und Wirtschaftlichkeit nicht sichergestellt würden. Der Nutzen würde oftmals nicht gemessen, heisst es weiter.
• Kritisiert wird auch die mangelnde übergreifende Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Verbesserungen seien nicht spürbar und dem Bund fehle die nötige Durchsetzungskraft.
• Defizite wurden schliesslich auch in den Betriebs- und Support-Organisationen festgestellt. Kritisiert wird etwa der fehlende Aufbau oder Abhängigkeiten von Externen.
Unter dem Strich hält die EFK fest, dass die identifizierten Schwachstellen weiterhin nur punktuell und vorhabensbezogen behoben werden. Hingegen würde die Erkenntnisse nicht systematische in die Stammorganisation und Folgevorhaben überführt. Entsprechend treten dieselben Probleme immer wieder auf.

In einer Stellungnahme zum EFK-Bericht hält die Bundeskanzlei fest, man teile die Einschätzung der EFK, dass einige Schlüsselprojekte mit komplexen Anspruchsgruppen und einem schwierigen Umfeld konfrontiert sind. Daneben hält die Bundeskanzlei aber auch fest, dass die Bundesverwaltung jährlich um die 200 Projekte abschliesse, die grosse Mehrheit erfolgreich. (rd)


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