NAND-Flash-Markt soll sich ab 2027 entspannen
Quelle: Trendforce

NAND-Flash-Markt soll sich ab 2027 entspannen

Der NAND-Flash-Markt dürfte 2026 von einer Unterversorgung geprägt bleiben. Für die zweite Hälfte 2027 rechnen die Marktforscher von Trendforce jedoch mit einer schrittweisen Entspannung der Angebotslage.
23. Juli 2026


Der NAND-Flash-Markt bleibt 2026 laut den Marktforschern von Trendforce unterversorgt. Verantwortlich dafür seien die hohe Nachfrage aus dem KI-Umfeld sowie begrenzte Produktionskapazitäten. Allerdings: Entspannung ist in Sicht, wenn auch erst im kommenden Jahr. Für die zweite Hälfte 2027 erwartet Trendforce eine schrittweise Rückkehr zu einem ausgeglicheneren Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.

Die Hersteller wollen die steigende Nachfrage vor allem durch den Umstieg auf neue Fertigungsprozesse decken, da der Ausbau der Produktionskapazitäten weiterhin durch den Vorrang für DRAM-Fertigungen begrenzt sei. Anbieter aus Südkorea, den USA und Japan würden bestehende Produktionslinien modernisieren, chinesische Hersteller ihre Kapazitäten deutlich ausbauen und ihren Anteil an der weltweiten NAND-Flash-Produktion auf nahezu 19 Prozent erhöhen.


Die Nachfrage nach NAND-Flash werde weiterhin vor allem von Servern getragen. Trendforce rechnet damit, dass die Auslieferungen neuer Serverplattformen von Intel und AMD in der zweiten Jahreshälfte 2026 zunehmen und die weltweiten Serverauslieferungen im Gesamtjahr um 17 Prozent wachsen. Für 2027 erwartet das Marktforschungsunternehmen durch Agentic-AI-Anwendungen sowie eine bessere Verfügbarkeit von Server-CPUs und Speicherkomponenten weiteres Wachstum.
Demgegenüber bleibe die Nachfrage aus dem Smartphone- und Notebook-Markt schwach. Trendforce prognostiziert für 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Produktion um 15 bis 20 Prozent. Auch 2027 soll die Produktion erneut sinken, wenn auch weniger stark. Im Notebook-Markt erwartet TrendForce nach einem Rückgang von rund 10 Prozent im Jahr 2026 ebenfalls einen weiteren leichten Absatzrückgang im kommenden Jahr.


Für 2026 rechnet Trendforce mit einem Angebotsdefizit von 4 bis 5 Prozent am NAND-Flash-Markt. Ab der zweiten Hälfte 2027 soll sich die Versorgungslage jedoch schrittweise verbessern. (mw)


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