Varta, der traditionelle deutsche Batteriehersteller, steht Medienberichten zufolge vor der Insolvenz. Wie die "FAZ"
schreibt, soll die Firma zerschlagen werden, nachdem zentrale Gläubiger rund um die Deutsche Bank ausstehende Kredite eingefordert haben. Der lukrative Geschäftsbereich für Haushaltsbatterien etwa soll ausgegliedert werden. Andere Bereiche sollen in die Insolvenz gehen.
Offenbar gab es bei Varta einen operativen Liquiditätsbedarf im mittleren zweistelligen Millionenbereich, so die "FAZ". Wie auf "Winfuture"
zu lesen ist, begann der jüngste Niedergang von Varta mit der Abhängigkeit von Grosskunden – namentlich Apple. So soll Varta für die Produktion von Lithium-Ionen-Knopfzellen, die in Airpods eingesetzt wurden, hohe Schulden gemacht haben. Als Apple die Bestellungen reduzierte und danach komplett zu einem chinesischen Hersteller wechselte, geriet Varta in Schieflage. In Folge musste ein Werk mit 350 Mitarbeitenden geschlossen werden. Verschiedene Rettungsversuche, unter anderem auch der Schweizer Allswiss-Gruppe, blieben seit dann erfolglos, genauso wie Interventionen der deutschen Politik.
(mw)