Der weltweite Markt für die technische Absicherung von KI-Systemen wächst rasant. Laut
Gartner sollen die Ausgaben 2027 auf knapp 4,8 Milliarden US-Dollar steigen – 68,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Und für 2028 prognostizieren die Analysten bereits ein Marktvolumen von nahezu 7,7 Milliarden Dollar.
Als Wachstumstreiber nennt Gartner den zunehmenden Bedarf, KI-Anwendungen gegen neue Schwachstellen und komplexere Cyberbedrohungen abzusichern. Hinzu kommen Risiken durch Drittanbieter- und Open-Source-Komponenten entlang der Software-Lieferkette. Ohne ausreichende Sicherheits- und Kontrollmechanismen steige das Risiko, dass KI-Projekte scheitern, warnt Gartner-Analyst Shailendra Upadhyay. Unternehmen müssten deshalb bestehende Sicherheitslösungen zunehmend mit spezialisierten Werkzeugen für KI ergänzen. Denn herkömmliche Security-Produkte behandeln KI-Anwendungen laut Gartner häufig noch wie klassische Software und müssten für KI-spezifische Gefahren deutlich erweitert werden.
Gartner unterteilt den Markt in vier Bereiche: AI Application Security, AI Usage Control, AI Governance Platforms und AI Gateways. 2027 soll Application Security mit knapp 851 Millionen Dollar das grösste Segment bilden, gefolgt von Usage Control mit 749 Millionen Dollar. Am stärksten wächst jedoch AI Usage Control mit 73 Prozent, knapp vor AI Gateways mit 70,9 Prozent.
Mit zunehmender Reife von Schutzmechanismen wie Runtime Protection und spezialisierten Gateways dürfte laut Gartner auch das Vertrauen der Unternehmen in entsprechende KI-Lösungen steigen. Gleichzeitig sorgen autonome Systeme aber für zusätzliche Angriffsflächen, die sich mit traditionellen Monitoring-Ansätzen nur begrenzt abdecken lassen.
(sta)