Der weltweite Smartphone-Markt hat im ersten Quartal 2026 wie erwartet einen Dämpfer kassiert. Nach vorläufigen Zahlen der Marktforscher von IDC gingen die Auslieferungen im Jahresvergleich um 4,1 Prozent auf 289,7 Millionen Geräte zurück. Damit endete eine Phase von zehn Quartalen mit Wachstum seit Mitte 2023.
Als Hauptgrund für den Marktrückgang nennt IDC anhaltende Engpässe bei Speicherkomponenten sowie deutlich gestiegene Speicherpreise. Diese erhöhen laut Quelle die Stückkosten für Hersteller, führen zu Preisanpassungen und bremsen insbesondere in preissensiblen Märkten die Nachfrage. In einzelnen Schwellenländern seien die Endkundenpreise laut IDC um 40 bis 50 Prozent gestiegen.
Trotz des schwächeren Gesamtmarkts konnten mit
Apple und
Samsung zwei Hersteller zulegen. Samsung setzte sich im ersten Quartal mit 62,8 Millionen ausgelieferten Geräten (plus 3,6%) und einem Marktanteil von 21,7 Prozent an die Spitze. IDC führt dies vor allem auf eine starke Nachfrage nach dem Galaxy S26 Ultra sowie auf den früheren Start der A-Serie im mittleren Preissegment zurück. Apple folgt mit 61,1 Millionen Geräten (plus 3,3%) und einem Marktanteil von 21,1 Prozent.
Auf Rang drei liegt
Xiaomi mit 33,8 Millionen ausgelieferten Smartphones, was einem Rückgang im Vorjahresvergleich von 19,1 Prozent entspricht. Der Marktanteil sank damit von 13,8 auf 11,7 Prozent.
Oppo folgt mit 30,7 Millionen Geräten und einem Minus von 9,9 Prozent,
Vivo mit 21,2 Millionen Geräten und einem Rückgang von 6,8 Prozent.
Ausserhalb der Top 5 verzeichneten laut IDC unter anderem Honor, Motorola sowie Huawei Wachstum. Honor habe innerhalb der zehn grössten Anbieter mit 24 Prozent den stärksten Zuwachs erzielt, so die Auguren.
IDC erwartet, dass der Rückgang im ersten Quartal nur ein Vorgeschmack auf ein schwierigeres Gesamtjahr sein könnte. Während Premium-Segmente in entwickelten Märkten dank Finanzierungs- und Trade-in-Modellen stabiler bleiben dürften, sieht das Marktforschungsunternehmen vor allem bei günstigen Geräten unter 200 Dollar in Schwellenländern zusätzlichen Druck. Gleichzeitig dürfte sich der Trend zu höheren Durchschnittspreisen fortsetzen, da Hersteller ihre Portfolios stärker in Richtung höherpreisiger Modelle verschieben.
(mw)