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All for one Group erzielte im ersten Halbjahr des Fiskaljahres 25/26 auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatz in Höhe von 250,4 Millionen Euro und lag damit 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen bleibt laut der auf SAP-Services spezialisierten Gruppe zwar robust, jedoch würden Kunden – insbesondere im deutschsprachigen Raum – vor dem Hintergrund anhaltend hoher wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten ihre Investitionsentscheidungen verschieben. "Diese Zurückhaltung wurde zuletzt durch die Eskalation des Krieges im Iran zusätzlich verstärkt; ein Nachholeffekt im laufenden Geschäftsjahr ist nicht mehr absehbar", heisst es in einer Mitteilung.
Diese externen Faktoren führten laut All for One zu geringeren Umsätzen im Consulting (minus 3%) und zu deutlich rückläufigen Software- und Support-Umsätzen (minus 8%). Die wiederkehrenden Erlöse lagen mit 133,2 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahresniveau und machen 53 Prozente (52% im Vergleichszeitraum) vom Gesamtumsatz aus. Das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) hat sich auf 6,9 Millionen Euro (H1 24/25: 14 Millionen Euro) mehr als halbiert.
All for One sieht den IT-Dienstleistungsmarkt zudem aktuell an einem Wendepunkt: "Mit Agentic AI verschiebt sich die Wertschöpfung deutlich weg von reiner Implementierung hin zu integrierten Daten- und Prozessarchitekturen sowie einem souveränen, governance-gestützten Betrieb." Umfangreiche Prozess-, Cloud- und KI-Fähigkeiten für die Bewertung und Implementierung von Herstellerinnovationen, der schnelle Aufbau skalierbarer Cloud-Services sowie die Entwicklung von KI-Branchenanwendungen und kundenspezifischen Use Cases würden jetzt zu massgeblichen Erfolgsfaktoren für All for One werden.
Für das Geschäftsjahr 25/26 rechnet die Gruppe nun mit einen Konzernumsatz in einer Bandbreite von 500 bis 530 Millionen Euro inklusive Apsolut Group. Zuvor waren es 500 bis 530 Millionen Euro, jedoch bisher ohne die Umsätze der kürzlich übernommenen Apsolut Group. Auch die Prognose für das EBIT wird neu deutlich reduziert. Statt zwischen 27,5 und 34,5 Millionen Euro rechnet All for One jetzt mit keinerlei Gewinn mehr (0 Euro) bei einer Schwankungsbreite von 5 Millionen Euro.
(sta)