Düstere Signale vom US-amerikanischen PC-Markt. Die PC-Auslieferungen in den USA sind im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 15,8 Millionen Geräte gesunken. Damit verzeichnete der Markt laut
Omdia den stärksten Rückgang seit dem dritten Quartal 2023. Als Hauptgründe nennt das Marktforschungsunternehmen Engpässe bei Komponenten sowie stark gestiegene Preise für DRAM- und NAND-Speicher. Gleichzeitig habe die Nachfrage nach dem weitgehend abgeschlossenen Windows-11-Erneuerungszyklus nachgelassen. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Omdia in den USA mittlerweile einen Rückgang der PC-Auslieferungen um 14,4 Prozent auf noch gut 61 Millionen Geräte.
Besonders stark vom Rückgang im Q1 betroffen war das Consumer-Segment, dessen Auslieferungen um 9,5 Prozent zurückgingen. Geschäftskunden hielten sich mit einem Minus von 5 Prozent vergleichsweise stabil. Laut Omdia half hierbei der laufende Austausch auf Windows 11 sowie der Aufbau von Lagerbeständen vor weiteren Preissteigerungen. Stark unter Druck waren im Q1 günstige PCs. Die Auslieferungen von Geräten mit einem Verkaufspreis unter 500 US-Dollar gingen um 18,7 Prozent zurück. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für einen PC legten in den USA im Q1 im Vorjahresvergleich um 4 Prozent zu. Im Q2 sollen PCs im Schnitt 12 Prozent teurer werden als noch vor einem Jahr, im Q3 14 und im Q4 gar 15 Prozent.
Bei den Herstellern übernahm Dell mit einem Marktanteil von 25 Prozent die Spitzenposition und steigerte seine Auslieferungen trotz des schrumpfenden Gesamtmarkts um 1,1 Prozent. Lenovo legte ebenfalls leicht zu und erreichte einen Marktanteil von 20 Prozent, was für Rang drei reicht. HP auf Platz zwei musste dagegen einen Rückgang der Auslieferungen um 21,6 Prozent. Apple schnitt mit einem Minus von 1,6 Prozent besser ab als der Gesamtmarkt und kam auf einen Marktanteil von 16,9 Prozent. Acer belegt mit einem Minus von 5,4 und 5,7 Prozent Marktanteil in den USA Rang fünf.
Für 2027 geht
Omdia in den USA dann wieder von einem Wachstum des PC-Marktes aus, und zwar um plus 8,6 Prozent. Vor allem in den Education-Sektor werden mit einem Plus von 21,3 Prozent grosse Hoffnungen gelegt.
(mw)