Die weltweiten PC-Auslieferungen sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 65 Millionen Geräte gesunken. Dies geht aus Zahlen von Counterpoint Research hervor. Laut den Marktforschern endet damit eine Wachstumsphase, die seit dem ersten Quartal 2025 angehalten hatte.
Als Hauptgrund für den gesunkenen Absatz nennen die Auguren die deutlich gestiegenen Kosten für Speicherbausteine. Höhere DRAM-Preise hätten die Produktionskosten der Hersteller erhöht und diese zu Preisanpassungen sowie einer Fokussierung auf margenstärkere Systeme gezwungen. Besonders preisempfindliche Konsumenten hielten sich deshalb mit Käufen zurück, während die Nachfrage im Unternehmenssegment dank des Wechsels auf neue Windows-Versionen und der Einführung von KI-PCs vergleichsweise stabil geblieben sei.
Marktführer
Lenovo behauptete trotz eines Rückgangs der Auslieferungen um 2 Prozent seine Spitzenposition mit einem Marktanteil von 25,6 Prozent.
HP verzeichnete unter den drei grössten Anbietern mit minus 8 Prozent den stärksten Rückgang,
Dell kam auf ein Minus von 6 Prozent. Gegen den Markttrend wuchsen dagegen
Apple um 13 Prozent und
Asus um 4 Prozent.
Für die zweite Jahreshälfte rechnet Counterpoint mit weiteren Preiserhöhungen bei PCs. Das Marktforschungsunternehmen erwartet deshalb, dass sich der Markt stärker auf höherpreisige KI-PCs konzentriert, während die Nachfrage im Consumer-Segment bis zu einem Rückgang der Komponentenpreise gedämpft bleiben soll.
(mw)