Die Preissteigerungsrunde bei Schweizer Anbietern von Mobile- und Internet-Abos geht weiter. Nach zuletzt Wingo und zuvor diversen weiteren Anbietern erhöht auch
Migros Mobile seine Preise. Ab September 2026 zahlt ein guter Teil der Kundinnen und Kunden von Migros Mobile zwischen 50 Rappen und 1 Franken mehr pro Monat. Die Preiserhöhung betrifft diejenige Kundschaft, die ihr Abonnement noch bei der früheren Marke M-Budget Mobile abgeschlossen hat. Migros Mobile informiert die Betroffenen schriftlich darüber.
Im Detail sieht die Preissteigerung wie folgt aus: Bei den Handy-Abos Mini, Maxi, Mega, Extra und Giga ist künftig je Monat 1 Franken mehr abzuliefern. Abos mit Aktionspreis werden monatlich zwischen 50 Rappen und 1 Franken teurer. Keine Preiserhöhung gibt es bei den neuen Abos Swiss Start, Swiss Classic, Swiss Max und Swiss Travel, die Ende August 2025 eingeführt wurden. Ebenfalls mit 1 Franken mehr pro Monat schlagen die Internet-Abos Internet Classic und Internet Pro zu Buche. Als Begründung für die Preiserhöhungen führt Migros Mobile an, die Tarife der älteren Abos entsprächen nicht mehr den aktuellen Marktbedingungen, und die Kosten für den Netzbetrieb, für technische Systeme und Serviceleistungen seien gestiegen. Letzteres wiederum ist wohl auf Swisscom zurückzuführen, denn Migros Mobile basiert auf dem Swisscom-Netz.
Wer mit der Preiserhöhung nicht einverstanden ist, kann sein Abo auf 31. August 2026 im Rahmen eines Sonderkündigungsrechts gebührenfrei und unabhängig von allfälligen Mindestlaufzeiten kündigen und dann zu einem anderen Anbieter wechseln. Migros Mobile ist es vermutlich aber lieber, wenn die betroffene Kundschaft auf eines der aktuellen Abos wechselt – dies sei jederzeit und kostenfrei möglich. Je nach Konstellation kann ein aktuelles Abo allerdings eher mehr kosten, insbesondere wenn das bisherige Abo mit einem saftigen Rabatt verbunden war. Auch der frühere Familienrabatt sei deutlich attraktiver als der aktuelle, merkt Ralf Beyeler von "Moneyland" in einem Beitrag zu den Preiserhöhungen an. Und er weist darauf hin, dass Handy-Abos bei den günstigsten Schweizer Anbietern teils bis zu 50 Prozent weniger kosten.
(ubi)