Weltweiter PC-Markt bricht um 21 Prozent ein
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Weltweiter PC-Markt bricht um 21 Prozent ein

Nach IDC und Gartner bestätigt auch Counterpoint Research den massiven Einbruch des weltweiten PC-Marktes. Im dritten Quartal 2026 gingen die Auslieferungen um 21 Prozent zurück. Für das Schlussquartal rechnen die Marktforscher mit einer weiteren Verschärfung.
26. Oktober 2026


Der weltweite PC-Markt befindet sich auf Talfahrt. Gemäss vorläufigen Zahlen von Counterpoint Research wurden im dritten Quartal 2026 rund 57 Millionen PCs ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und 13,8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2026. Als Hauptursache nennen die Marktforscher die gestiegenen Preise für Speicher und andere Komponenten, die sich zunehmend auf die Endkundenpreise auswirken.

Damit bestätigt Counterpoint den Negativtrend, den zuvor bereits IDC und Gartner gemeldet hatten. IDC bezifferte den Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen im dritten Quartal auf 20,1 Prozent auf 62,7 Millionen Geräte. Gartner kam auf ein Minus von 22,4 Prozent und 55,4 Millionen ausgelieferte PCs. Trotz unterschiedlicher absoluter Zahlen zeichnen alle drei Marktforscher damit ein ähnliches Bild: Der PC-Markt ist nach mehreren Wachstumsquartalen regelrecht eingebrochen.


Besonders schwach entwickelte sich die Nachfrage im Privatkundengeschäft. Angesichts höherer Anschaffungskosten schieben viele Konsumenten den Ersatz älterer Geräte hinaus. Im Unternehmenssegment blieb die Nachfrage dank laufender Geräteerneuerungen und Windows-Migrationen vergleichsweise stabil, konnte den allgemeinen Marktrückgang jedoch nicht kompensieren. Hinzu kommt ein hoher Vergleichswert aus dem Vorjahr. Im dritten Quartal 2025 hatten vorgezogene Käufe im Zusammenhang mit dem Supportende von Windows 10 sowie zollbedingte Lageranpassungen den Absatz gestützt.

Marktführer bleibt Lenovo mit 15 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 26,3 Prozent, obwohl die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent zurückgingen. Auf den weiteren Plätzen folgen HP mit 10,3 Millionen Geräten (-31 %) und Dell mit 7,6 Millionen Geräten (-25 %). Apple konnte sich mit einem Rückgang von 11 Prozent auf 5,6 Millionen Macs vergleichsweise gut behaupten und seinen Marktanteil auf 9,8 Prozent steigern. Das Macbook Neo trug dazu bei, den Rückgang abzufedern. Asus verzeichnete mit einem Minus von 7 Prozent auf 5,2 Millionen Geräte die beste Entwicklung unter den fünf grössten Herstellern und erhöhte seinen Marktanteil auf 9,2 Prozent.

Für das vierte Quartal 2026 prognostizieren die Analysten einen weiteren Einbruch der weltweiten PC-Auslieferungen um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2027 ist keine deutliche Erholung in Sicht. Die Auslieferungen dürften auf dem niedrigen Niveau von 2026 stagnieren. (sta)


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