Die Marktanalysten von IDC haben die KI-Ausgaben in Europa unter die Lupe genommen. Die Marktforscher prognostizieren, dass die Investitionen in Künstliche Intelligenz bis 2030 ein Volumen von 470 Milliarden Dollar erreichen werden. Sollten die Analysten richtig liegen, würde dies in der Periode 2025 bis 2030 einem mittleren jährlichen Wachstum von 35 Prozent entsprechen. Der Löwenanteil entfällt auf generative KI, deren Anteil IDC zum Ende der Periode mit 55 Prozent veranschlagt.
Europäische Unternehmen würden derzeit für KI Budgets bereitstellen, unabhängig von Lieferkettenproblemen oder geopolitischen Spannungen. Im laufenden Jahr wird laut IDC mit 55 Prozent am meisten ins Software-Segment investiert. Dabei handelt es sich auch um den schnellstwachsenden KI‑Bereich, für den die Marktanalysten eine mittlere jährliche Zuwachsrate von knapp 44 Prozent prognostizieren.
Betrachtet man die einzelnen Branchen, so wird am meisten im Bankenbereich investiert, 12,6 Prozent der KI-Ausgaben sollen 2026 da anfallen. Auf das gesamte Finanzwesen inklusive Versicherungen und Kapitalmärkte sollen 19,2 Prozent entfallen. Auf dem zweiten Platz folgt der Software- und Information-Services-Bereich, gefolgt vom Retail auf dem dritten Platz.
Als grösste Risiken für den europäischen Markt nennt IDC abschliessend die regulatorische Fragmentierung in den einzelnen EU‑Mitgliedsländern, den Fachkräftemangel im KI-Umfeld sowie den Druck, die Cloud-Kosten zu optimieren.
(rd)