Der weltweite Markt für Technologien zur Cyberkriegsführung soll in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Laut einer Prognose von Markets and Markets steigt das Marktvolumen von 14,99 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 28,75 Milliarden Dollar im Jahr 2031. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14,1 Prozent.
Als wichtigste Wachstumstreiber nennen die Analysten die steigende Zahl an Cyberangriffen auf militärische Netzwerke und einsatzkritische Systeme. Gleichzeitig erhöhen die zunehmende Vernetzung militärischer Plattformen sowie der Einsatz von Cloud-Infrastrukturen und digitalen Führungs- und Kontrollsystemen den Bedarf an entsprechenden Schutzmechanismen. Verteidigungsorganisationen investieren deshalb verstärkt in Bedrohungserkennung, Cyber Intelligence, Netzwerksicherheit, offensive Cyberwerkzeuge und Schulungsplattformen.
Den grössten Anteil am Markt soll 2026 das Softwaresegment ausmachen. Der Vorteil softwarebasierter Lösungen liegt laut den Analysten auch darin, dass sie sich aktualisieren und in bestehende militärische Systeme integrieren lassen, ohne umfangreiche Hardwareänderungen vorzunehmen. Das stärkste Wachstum bis 2031 erwartet Markets and Markets bei cloudbasierten Sicherheitslösungen. Gründe dafür sind die zunehmende Nutzung von Cloud-, Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen durch Streitkräfte sowie der Bedarf, Zugriffe, sensible Daten und verteilte Systeme zentral abzusichern.
Regional soll Europa im Prognosezeitraum den grössten Marktanteil halten. Höhere Verteidigungsausgaben, wachsende Cyberbedrohungen, der Ausbau nationaler Cyberkommandos sowie die Zusammenarbeit innerhalb der NATO treiben die Nachfrage in der Region zusätzlich an.
(sta)